Der Kiebitz und die Sonne

„Herr Kiebitz!“ rief eines Tages Frau Sonne zum Kiebitzvater, der auf den Spreewiesen nach Nahrung für seine Nachkommen suchte.

„Ich suche eine Kita, die sich hier befinden soll, hier im Ort Freienbrink.“ „Du hast wohl noch nicht ausgeschlafen!“, rief der Kiebitz mit lauter Stimme. Sein brauner Rücken glänzte in der Sonne. Er stellte sich ganz gerade, damit man seinen weißen Bauch sehen konnte. Seine Federn auf dem Kopf sahen wie eine spitze Haube aus. „Du hättest die Kita schon sehen und hören müssen. Die Kinder sind vor kurzem dort in diesem Haus angekommen. Sie spielen, rufen, toben und sind neugierig. Genau wie meine Kiebitzkinder. Sie schlüpfen im Frühling und machen die niedrig bewachsenen, feuchten Wiesen unsicher. Das Leben hier auf der Wiese mit den Kitakindern ist sehr schön. Jeder achtet den Lebensraum des Anderen und wir teilen uns dieses schöne Gebiet. Von uns Kiebitzen gibt es nicht mehr so viele und durch das Achtgeben aufeinander, gelingt es uns unsere Art zu vermehren.“

„Ach was Kiebitze, Wiesen, Lebensräume, ich habe nach einer Kita gefragt!“ Sie schauten gemeinsam in die Fenster des Hauses und die Sonne lachte in alter Gemütlichkeit. „Dort spielen ja wirklich Kinder. Sie turnen, singen, lachen, spielen und schauen mit großen Augen in die Welt.“

Da schickte Frau Sonne ihre Strahlenkinder zum Fenster hinein, die kitzelten die Kinder und gleich waren alle hocherfreut. Sie liefen in den Garten und begrüßten die Sonne und den Kiebitz.